Latte-Faktor-Rechner
Sehen Sie, was eine kleine tägliche Ausgabe über lange Zeit wert wäre, wenn Sie sie anlegen würden. Geben Sie Ihren Tagesbetrag, eine angenommene Jahresrendite und einen Zeitraum ein, um zu sehen, was daraus werden könnte.
So wird gerechnet
Die Grundidee
Ein kleiner täglicher Betrag wirkt unbedeutend, doch er wiederholt sich. Fünf Euro am Tag sind 1.825 Euro im Jahr. Beim Latte-Faktor geht es nicht um den Kaffee selbst, sondern um die Opportunitätskosten des Geldes, das Sie stattdessen hätten anlegen können. Über Jahrzehnte kann dieser stetige Strom zu einer überraschend großen Summe anwachsen.
Die Formel
Wir wandeln den Tagesbetrag durch Multiplikation mit 365 in einen Jahresbeitrag um. Dann behandeln wir jedes Jahr als eine Anlage, die sich mit Ihrer angenommenen Rendite verzinst. Der Endwert dieses Stroms ist Jahresbeitrag × ((1 + r)^Jahre − 1) ÷ r, wobei r die Jahresrendite als Dezimalzahl ist. Der ausgegebene Betrag ist Jahresbeitrag × Jahre, und der Zuwachs ist der Endwert abzüglich des Eingezahlten.
Ein Rechenbeispiel
Bei 5 Euro am Tag, 7 % pro Jahr, über 30 Jahre beträgt der Jahresbeitrag 1.825 Euro. Der Endwert liegt bei rund 172.000 Euro. Eingezahlt haben Sie insgesamt 54.750 Euro, sodass etwa 117.000 Euro reiner Zuwachs aus dem Zinseszins sind. Je länger der Zeitraum, desto stärker verschiebt sich dieses Verhältnis.
Vorbehalte
- Es wird jedes Jahr dieselbe konstante Rendite angenommen; reale Märkte schwanken.
- Die Ergebnisse sind nominal und nicht inflationsbereinigt, die künftige Kaufkraft ist also geringer.
- Es geht um Opportunitätskosten, nicht um Schuldgefühle. Ausgaben für Dinge, die Ihnen wichtig sind, sind in Ordnung; dies zeigt nur die Abwägung.
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Mit wenig Geld mit dem Investieren beginnen (engl.) →
Häufige Fragen
Ist der Latte-Faktor real?
Die Zinseszinsrechnung stimmt. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass für die meisten Menschen das Einkommen und große Fixkosten wie Wohnen weit mehr ausmachen als kleine tägliche Ausgaben. Sehen Sie es als eine Veranschaulichung der Opportunitätskosten, nicht als vollständigen Finanzplan.
Ist die Inflation berücksichtigt?
Nein. Das Ergebnis ist nominal. 172.000 Euro in 30 Jahren kaufen weniger als 172.000 Euro heute. Für die reale Kaufkraft nutzen Sie einen Realrendite-Rechner oder ziehen Sie eine Inflationsannahme ab.
Welche Rendite soll ich annehmen?
Viele verwenden 6 bis 7 % als langfristige Schätzung für ein breit gestreutes Aktienportfolio vor Inflation. Setzen Sie den Wert niedriger an, wenn Sie vorsichtiger rechnen oder Anleihen beimischen.
Pro Tag oder pro Woche — spielt das eine Rolle?
Nur die Summe zählt. Fünf Euro am Tag und 35 Euro in der Woche ergeben denselben Jahresbetrag. Wählen Sie den bequemsten Rhythmus und rechnen Sie ihn auf einen Tagesbetrag um.
Garantiert das Streichen der Ausgabe dieses Ergebnis?
Nein. Das Geld wächst nur, wenn Sie die Differenz tatsächlich anlegen und investiert lassen. Geben Sie es für etwas anderes aus, entsteht kein Zinseszins.
Warum mit 365 multiplizieren?
So wird aus einer täglichen Gewohnheit ein Jahresbeitrag. Wir rechnen mit 365 Tagen; ein Schaltjahr fügt einen Tag hinzu, was über einen langen Zeitraum vernachlässigbar ist.
Dieser Rechner ist eine Bildungsschätzung, keine individuelle Anlageberatung. Er nimmt eine konstante Jahresrendite an und ignoriert Steuern und Gebühren. Die Ergebnisse sind nominal und nicht inflationsbereinigt.