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Sparquoten-Rechner

Ihre Sparquote — der Anteil des Einkommens, den Sie behalten — ist der wichtigste Hebel dafür, wie schnell Sie finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Geben Sie drei Werte ein und sehen Sie, wie viele Jahre es dauert, beginnend bei null.

Jahre bis zur finanziellen Unabhängigkeit
Ziel-Vermögen
Eingesparte Jahre ggü. 10 % Sparquote

So wird gerechnet

Warum die Sparquote der Hebel ist

Viele konzentrieren sich auf das Gehalt oder die Fondswahl, doch die Sparquote bewegt am meisten. Eine höhere Quote wirkt auf beiden Seiten zugleich: Sie legen jedes Jahr mehr zurück, und weil Sie von weniger leben, sinkt zugleich das benötigte Vermögen. Dieser doppelte Effekt erklärt, warum jemand mit 50 % Sparquote die Unabhängigkeit in etwa einem Drittel der Zeit eines 10-%-Sparers erreicht — bei gleicher Rendite.

Die Mathematik und die Annahmen

Ist Ihre Sparquote s, Ihre reale Rendite r und Ihre sichere Entnahmerate w, beträgt das Ziel eins geteilt durch w mal Ihre Jahresausgaben — also das 25-Fache der Ausgaben bei 4 %. Die Jahreszahl ergibt sich aus einer einfachen Zinseszins-Gleichung: n = ln(1 + ((1 − s) / (s · w)) · r) / ln(1 + r). Das Modell unterstellt, dass Sie bei null beginnen und eine stetige reale Rendite erzielen.

Ein Rechenbeispiel

Bei 5 % realer Rendite und 4 % Entnahmerate dauert es mit 20 % Sparquote etwa 37 Jahre. Erhöhen Sie auf 50 %, sinkt der Wert auf rund 17 Jahre. Bei 10 % steigt er auf etwa 51 Jahre. Die Lehre ist eindeutig: Der Abstand zwischen diesen Wegen misst sich in Jahrzehnten und hängt fast ausschließlich von Ihrer Sparquote ab.

Wichtige Einschränkungen

Dies ist ein sauberes Modell, keine Prognose. Es unterstellt, dass Sie bei null starten, dass Ihre reale Rendite nie schwankt und dass Sie im Ruhestand genauso viel ausgeben wie heute. Die Realität kooperiert selten: Renditen schwanken, Ausgaben ändern sich, und ein vorhandenes Guthaben verkürzt den Weg. Verstehen Sie das Ergebnis als Richtungsweiser, nicht als Versprechen.

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FIRE erklärt: die Grundlagen der finanziellen Unabhängigkeit (engl.) →

Häufige Fragen

Warum zählt die Sparquote mehr als das Einkommen?

Weil sie doppelt wirkt. Mehr zu sparen erhöht, was Sie jedes Jahr anlegen, und senkt zugleich die später zu deckenden Ausgaben, sodass das Zielvermögen sinkt. Eine Gehaltserhöhung, die vollständig ausgegeben wird, bringt für Ihren Zeitplan nichts; eine höhere Sparquote verkürzt ihn deutlich.

Ändert ein vorhandenes Guthaben das Ergebnis?

Ja. Dieser Rechner unterstellt einen Start bei null, also den schwierigsten Fall. Wenn Sie bereits Erspartes angelegt haben, erreichen Sie die Unabhängigkeit früher als angezeigt, weil ein Teil des Weges schon zurückgelegt ist.

Welche reale Rendite sollte ich annehmen?

Real bedeutet nach Inflation. Eine breite Mischung aus Aktien und Anleihen lieferte über lange Zeiträume historisch etwa 4 bis 6 % real, daher ist 5 % eine gängige mittlere Annahme. Setzen Sie sie niedriger an, wenn Sie vorsichtiger planen möchten.

Ist die Annahme von 4 % Entnahme sicher?

Die 4 % stammen aus der klassischen 4-%-Regel, nach der ein Portfolio in Höhe des 25-Fachen der Jahresausgaben einen langen Ruhestand finanzieren kann. Es ist eine Leitlinie, keine Garantie; manche Planer bevorzugen 3,5 % für mehr Sicherheit, was Ziel und Jahre erhöht.

Warum ist das Ziel bei 4 % immer das 25-Fache der Ausgaben?

Weil das Ziel eins geteilt durch die Entnahmerate ist, und eins geteilt durch 0,04 ergibt 25. Das Vielfache hängt allein von der gewählten Entnahmerate ab, nicht davon, wie viel Sie verdienen oder sparen.

Berücksichtigt der Rechner Steuern?

Nein. Er rechnet in einfachen Quoten und ignoriert Steuern, Gebühren und Kontotypen. Verstehen Sie ihn als überschlägige Sicht auf die Mathematik und verfeinern Sie ihn mit Ihren eigenen Zahlen.

Dieser Rechner ist ein Bildungswerkzeug, keine individuelle Finanzberatung.